Fotographien c/o Rainer Mader
Wohnbebauung - Quartier Stadtwerder in Bremen
Leitbild der maritimen Siedlung
Aus der Analyse des Ortes und der Aufgabe ergeben sich für uns folgende Ziele:
Schaffung möglichst kleiner individueller Hausgemeinschaften mit ablesbarer Identität bei gleichzeitiger Zugehörigkeit zu einer Gestaltungsfamilie. Vorbild hierfür sind homogene Siedlungsstrukturen wie Sie in Bremen vielfach aus verschiedenen Bauepochen zu finden sind.
Hohe Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Individualität der Grundrisse
Erarbeiten eines konzeptionellen nicht aufgesetzten Nachhaltigkeitskonzepts.
Erweiterungsbau für die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
Leitidee
Die herausragende Bedeutung der Bauten von Sep Ruf an der Bingstraße soll in seinem Habitus als Komposition im Wald erhalten und gepflegt werden. Der vorgeschlagene Erweiterungsbau komprimiert die Qualitäten des Ruf´schen Ensembles am westlichen Zugang zum Campus zu einer architektonischen Essenz aus großzügiger räumlicher Geste, intensiver Kommunikation, Einblicke in die Studienarbeit und architektonischer Eleganz.
Das Haus ist Studienwerkstatt. Öffentlichkeitsgenerator, Kommunikationsmittel und räumliche Bereicherung für die älteste Kunsthochschule im deutschsprachigen Raum.
Die große Kompaktheit des Gebäudes steht im Dialog mit der Komposition des Denkmalbestand, berücksichtigt in hohem Maße den erhaltenswerten Baumbestand und ist Grundlage für ein in Bau und Unterhalt wirtschaftliches und energetisch zukunftweisendes Gebäude.
Nach Abriss der Interimsbauten steht am südwestlichen Rand des Campus eine weitere Fläche zur Verfügung, wo die Erweiterungsfläche von 700qm (HNF) in einem zum Neubau verwandten Baukörper projektiert ist. Somit bleibt die große für die Wirkung des Ruf´schen Ensembles wichtige Grünfläche entlang der Bingstraße auch für die Zukunft gesichert.
Festung, Stadt, Festungsstadt – Freiraum und Architektur
Vortrag im Rahmen des 2. BDA Gesprächs Rheinland Pfalz
18. August 2009, 18.30 Uhr
Rhein-Mosel-Halle
Julius-Wegeler-Str. 4
56068 Koblenz
Pressetext
Seit den ersten Ansätzen einer Besiedlung an der Moselmündung bestimmten immer wieder militärisch-strategische Überlegungen die Entwicklung der Stadt Koblenz. So entstand mit der Errichtung der Großfestung durch die Preußen in der 1.Hälfte des 19.Jahrhunderts eine der größten Festungsanlagen in Mitteleuropa, die entscheidend die Stadtentwicklung und Stadtplanung beeinflusste. Mit Ende des 1.Weltkrieges verloren die Koblenzer Festungsanlagen endgültig ihre militärische Bedeutung. Damit einher ging, auch bedingt, durch die Verpflichtungen des Versailler Vertrags ihre Schleifung und Zerstörung. Die Festungsanlagen bzw. ihre Reste wurden zu dem, was wir heute Konversionsflächen nennen würden. Teile der Anlagen gingen in der städtischen Entwicklung auf und sind heute noch im Stadtgrundriss ablesbar. Andere Teile erhielten unterschiedliche Zwischennutzungen, die jedoch nicht von langer Dauer waren. So wurden sie abermals zu Konversionsflächen im städtischen Raum. Ihren Resten, sowohl baulich wie auch räumlich, kommt heute eine hohe Bedeutung zu. Sie betrifft sowohl das Kulturdenkmal als Zeugnis einer wichtigen historischen Epoche und des mit ihr verbundenen baukulturellen Schaffens als auch die Wechselbeziehungen zwischen Baudenkmal und Natur und im Hinblick auf die aktuelle Stadtentwicklung. Die damit verbundene Aufgabe ist eine große Herausforderung für Denkmalpfleger, Architekten, Stadt- und Freiraumplaner aber auch für Bürgerinnen und Bürger sowie politisch Verantwortliche.
BDA-Landesverband und Generaldirektion Kulturelles Erbe wollen mit dieser Veranstaltung Aufmerksamkeit auf diese Aufgabe lenken und einen Beitrag zum Verständnis der Thematik leisten.
Neubau der Deutschen Botschaft in Belgrad, Serbien
Leitideen
Das neue Gebäude für die Deutsche Botschaft in Belgrad ist als selbstverständlicher Stadtbaustein in die Solitärreihung entlang der Ulica Knesa Milosa eingefügt. Sowohl aus städtebaulicher Sicht als auch aus Gründen der Sicherheit und Energetik wird mit dem vorliegenden Entwurf eine große Kompaktheit angestrebt.
Gleich einem dreidimensionalen Puzzle werden die Bereiche unterschiedlicher Funktionen und Anforderungen zusammengefügt (vgl. Piktogramme). Durch das Öffnen von Sichtachsen durch dieses dreidimensionale Puzzle hindurch entsteht im Inneren ein überraschend offenes und transparentes Gebäude. Zentrales Element ist hierbei ein Erschließungsraum, der alle Bereiche miteinander verbindet und den Benutzer durch das Gebäude leitet. An mehreren Stellen tritt dieser Erschließungsraum ablesbar an die Fassade und ermöglicht trotz eingehaltener Sicherheitsanforderungen eine Kommunikation des Gebäudes mit seiner Umgebung bzw. den Menschen im und außerhalb des Gebäudes. Den gleichen Zweck erfüllt die Entscheidung, das Foyer in das 1. OG zu verlegen und hier – als Teil des beschriebenen Erschließungsraums – in klassischer Manier als piano nobile und vorgeschalteter Loggia das Gebäude einladend und offen zu präsentieren.