GERNOT SCHULZ ARCHITEKTUR
24.06.09 Zweimalige Auszeichnung

Nationaler Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur

Zweimalige Auszeichnung für gernot schulz : architektur im Rahmen des Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur

Im Rahmen des 3. Bundeskongress zur Nationalen Stadtentwicklung auf Zollverein in Essen wurde erstmals der Nationale Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur vergeben.
Bauminister Wolfgang Tiefensee zeichnete unter anderem den Campus in Halle/Saale und das Haus der Architektur aus.

10.06.09 Wettbewerb - 2. Preis

Kindertagesstätte für die Ruhr-Universiät Bochum

zum Entwurf
Der vorliegende Entwurf positioniert sich bewusst an die Nahtstelle zwischen vorhandener bebauter/befestigter Fläche und der grünen Landschaft. Nach dem Prinzip des Weiterbauens werden die Gestaltungselemente der Ruhruniversität auch auf den Kindergartenneubau angewendet dabei jedoch auch funktional transformiert und ästhetisch modernisiert. Die Abgrenzung zwischen der Gestaltung „von Menschenhand“ und „durch die Natur“ wird somit ablesbar und kann in die tägliche Arbeit mit den Kindern integriert werden.

Für die tägliche Organisation einer Kindertagesstätte ist die Unterbringung aller Funktionen auf einem Geschoß zwingend. Ein gut einsehbarer und geschützter Außenbereich ist ebenfalls ein Muss.

Zentrales Element des Entwurfs ist daher ein großer Hof um den sich alle Sonderfunktionen des Raumprogramms anordnen und der zentrales Erschließungselement aller Bereiche ist. Bei Sonderveranstaltungen – z.B. Elternabend oder Aufführungen im Mehrzweckraum – kann dieser auch direkt über den Hof erreicht werden ohne dass alle Besucher das Haus durchqueren müssen.
Im Dialog der pädagogischen Sonderräume mit den Spiel- und Lernelementen des Hofes werden die Inhalte Spielen und Lernen auch architektonisch zusammengeführt.
In den Gebäudeecken werden kleine Versammlungsbereiche in die Flurflächen integriert und in der Dachkubatur wie auch der große Versammlungsraum hervorgehoben. Die kleinen Versammlungsbereiche eignen sich zu gruppenübergreifenden Aktivitäten und kurzfristigen Versammeln und schaffen in der großen Einrichtung Fix- und Orientierungspunkte.

19.05.09 Gernot Schulz im Bayerischen Rundfunk

Vom Einfluss der Musik auf die zeitgenössische Architektur

Sonntag, 24. 5. 2009, 20.05 – 21.00 Uhr, Bayern 2
Klingende Räume
Von Niels Beintker

Pressetext

Kann heute ein Architekt mit Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ ein Gebäude entwerfen? Beeinflussen elektronische Beats die Gestaltung von Räumen oder Fassaden? Die Architektur wird vielfältig durch die Musik inspiriert. Offensichtlich, wenn etwa ein großes Konzertgebäude entsteht. Und verborgen, wenn die Auseinandersetzung mit der Musik die Planung eines Bauwerks begleitet. Die Glashalle der Leipziger Messe zum Beispiel, entworfen von dem Hamburger Büro von Gerkan, Marg und Partner, wurde nach dem Vorbild einer Bachschen Fuge gestaltet, als Komposition, in der sich strukturelle Ordnung und künstlerische Freiheit miteinander verbinden. Der Kulturspeicher in Würzburg, gebaut nach den Plänen der Architekten Brückner und Brückner, fand seine Form auch durch eine intensive Beschäftigung mit Klängen und Tönen. Die Idee für den Umbau des Salzburger Mozarteums schließlich wurde anhand der Musikalität des städtischen Raumes entwickelt. Von diesen versteckten Einflüssen auf die Baukunst der Gegenwart handelt das Musikfeature. Die Architekten Christian und Matthias Brückner, Volkwin Marg, Gernot Schulz und Robert Rechenauer erzählen über ihr Verhältnis zur Musik.

Redaktion: Meret Forster

11.05.09 Wettbewerb - Engere Wahl

Wettbewerb ‘bauliches Corporate Design der Goethe Institute weltweit’
in Zusammenarbeit mit 22quadrat, osnabrück

Leitideen
Ein einheitliches bauliches Corporate Design aller Goethe-Institute weltweit wird unter Maßgabe der folgenden Leitideen vorgeschlagen.
- Es wird keine bauliche Vereinheitlichung vorgeschlagen, was unter Berücksichtigung der Charaktere und Eigentumsverhältnisse der einzelnen Gebäude nicht möglich erscheint (ggf. Anforderungen oder Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, Denkmalauflagen, Kulturverträglichkeiten und Urheberrechten).
- Es wird vielmehr vorgeschlagen die Kerninhalte der täglichen Arbeit in den Goetheinstituten, das Vermitteln deutscher Sprache und Kultur durch Kommunikation in den Vordergrund des einheitlichen Erscheinungsbilds der Goethe-Institute zu stellen.
- Die Lösungen werden unter der Maßgabe entwickelt ortsungebunden und leicht umsetzbar zu sein. Dies berücksichtigt zum einen die o.a. Individualität der einzelnen Gebäude, bringt aber auch zum Ausdruck, dass die „Kunden“ der Goethe-Institute als moderne Nomaden das Leben aus dem Koffer als horizonterweiternden Lebensabschnitt gewählt haben.

15.04.09 Halle/Saale - Wettbewerbserfolg

gernot schulz : architktur baut neue Mensa auf dem Campus Heide Süd

zum Gebäude
Für die Mensa wird ein quadratischer zweigeschossige Baukörper vorgeschlagen, welcher durch die optische Geschoßteilung eine hohe Signifikanz erhält und aufgrund des sehr günstigen Faktors von Außenwand- zu Nutzfläche schon im Entwurf wirtschaftliche Erstellungs- und Baunnutzungskosten verspricht.
Für die Organisation der Küchenabläufe der Mensa wurden die positiven Erfahrungen des Studentenwerks mit der jüngsten Realisierung in Merseburg aufgegriffen und weitergedacht. Aufgrund des hohen Anteils an Convenience-Produkten in der zukünftigen Mensa können die Flächen im Küchenbereich sogar leicht reduziert werden. An die kreuzungsfreien Abläufe innerhalb der Mensa besteht jedoch gerade Aufgrund des täglichen Umschlags an Waren hohe Priorität. Zudem stellt der Wunsch nach Abtrennbarkeit von Mensa, Cafébar und Abendgaststätte eine hohe Anforderung an Funktionalität der Grundrisse und Wegeführung innerhalb des Gastbereiches dar. Im vorliegenden Entwurf ist es gelungen, sämtliche Funktionen über einen Eingang zu erschließen und die Anbindung an den Küchenbereich abgestimmt auf den individuellen Bedarf der einzelnen Einrichtungen zu organisieren.
Die Vorgabe, die einzelnen Nutzungsbereiche Mensa, Cafébar und Abendgaststätte mit individuellen Aufenthaltsqualitäten auszustatten möchten wir mit der Frage nach dem geeigneten Raum kombinieren. Die Atmosphäre von individueller Aufenthaltsqualität für jeden Tisch und Bereich innerhalb eines Großraums findet sich im Bereich der Gastronomie überzeugend in den Ratskellern und Kneipen in historischen Gewölben. Diese Typologie aus individuellen Raumkompartimenten, die sich zu einem gestalterischen Ganzen addieren wird im vorliegenden Entwurf in eine moderne Lösung übersetzt. Wie schon bei den Gewölbekellern übernehmen die raumbildenden Elemente gleichzeitig die Statik des Gebäudes. Unterstützendes Tages- und Kunstlicht setzt je nach Tageszeit und Nutzungsart die Raumsequenzen „in Szene“ und sorgt somit für die angemessene Stimmung in den Räumen.

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