Umbau und Erweiterung Dachgeschoss
Umbau eines denkmalgeschützen Gebäudes
Wettbewerb Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Köln
Leitgedanke: Transformation und Schichtung
Transformation bedeutet Umformung, d.h. die Veränderung der Gestalt, Form und Struktur ohne Verlust der Substanz, bzw. des Inhalts.
In der Geschichtsschreibung und Forschung über das Judentum, über dessen eigene Entwicklung und dessen Verhältnis zu anderen Kulturen und Religionen, nimmt der Begriff der Transformation eine Schlüsselrolle ein. Der Begriff findet sich sowohl in Schriften zu Konvergenz und Divergenz von Christentum und Judentum (vgl. Gerd Theissen in „Paulus und das antike Judentum“, Hrsg. V. Schlatter, Hengel, Heckel), als auch in Untersuchungen zum Wandel des Judentums in der Zeit der jüdischen Aufklärung im 18. Jahrhundert (vgl. Britta L. Behm in „Moses Mendelsohn und die Transformation der jüdischen Erziehung in Berlin. Eine bildungsgeschichtliche Analyse zur Jüdischen Aufklärung im 18. Jhdt.“) und in Analysen zur Geschichte des Judentums in Köln (vgl. Anna-Dorothee von den Brinken in „Quellen zur Geschichte der Stadt Köln II: Spätes Mittelalter und Frühe Neuzeit“, Hrsg. i.A. des Fördervereins Geschichte in Köln e.V.).
Der zu bearbeitende Ort ist Teil des via culturalis, dem kulturgeschichtlichen Rückgrat der Stadt Köln. Ziel der via culturalis ist, über eine Platzfolge – auf und unter diesen – Kulturgeschichte und Stadtgeschicht(en) durch eine Transformation von Raum und Zeit und Sichtbarmachung von Schichtungen erlebbar zu machen.
Unser Entwurf folgt den durch die Aufgabenstellung und den Ort vorgegebenen Themen von Transformation und Schichtung.
Wir haben uns vergrößert!
Residenz des Deutschen Botschafters bei der Slowakischen Republik
Auf einer Erhebung mit weitem Blick nach Süden über die Donau entsteht die neue Residenz des Deutschen Botschafters in der Slowakei. Im Westen thront vis-á-vis des Neubaus die Burg, das Wahrzeichen der Stadt.
Der Entwurf interpretiert und zelebriert die Wege und Ausblicke des Grundstücks.
Der gesamte Entwurf entsteht aus der Bewegung eines mit hellem Travertinstein verblendeten Wand-/Deckenbandes. Dieses beginnt als Grundstücksmauer an der öffentlichen Straße Mudronova, begleitet die Auffahrt, umrahmt winkelförmig einen Vorplatz, klappt um und wird zum Dach des EG, bevor es als mäanderndes Band die privaten Schlafräume der Botschafterfamilie „einhüllt“.
Der schwellenfreie Umgang mit dem Natursteinbodenbelag und die raumhohe Glasfassade mit ihren großzügigen Schiebeelementen in den privaten und repräsentativen Räumen heben die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum scheinbar auf. Die Materialwahl ist streng reduziert und beschränkt sich auf eine Kombination von Travertin, Corten-Stahl und Räuchereiche.