Erweiterungsbau für die Gemeinschaftsgrundschule und die Katholische Grundschule
Ziel des Entwurfes ist es, im Dialog mit dem bestehenden Klinkerbau der Sporthalle und der geplanten Einfriedung, ein Ensemble zu schaffen, welches nach innen gerichtete Höfe verschiedener Qualitäten entstehen lässt. Gleichzeitig orientieren sich die Klassenräume zu der angrenzenden Grünfläche mit Aussicht auf die Matthiaskirche. Der nahezu quadratische Eingangshof wird durch das Zusammenspiel des alten und des neuen, zweigeschossigen Baukörpers gebildet. Betont durch die alte Platane liegen sich hier die Eingänge zu den beiden Schulgebäuden gegenüber. Die Materialität des Neubaus wird innen wie außen von gelbem Klinker geprägt sein.
Architektenverein zieht in einen Würfel
Kantenlänge 7,50 Meter – damit sind die Maße des neuen „Hauses der Architektur“ hinlänglich beschrieben. Der Würfel auf dem Josef-Haubrich-Hof, eine mit weißer Folie verkleidete Holzkonstruktion, wird dem Architekturverein übergangsweise als Versammlungsstätte dienen. Ihre Anlaufstelle in der Altstadt musste die Organisation wegen eines Besitzerwechsels aufseiten der Vermieter verlassen; in 15 Monaten soll dann das endgültige Domizil im Erdgeschoss des VHS-Studienhauses bezugsfertig sein.
„Wir sind bereits da – im Zentrum von Köln in unmittelbarer Nachbarschaft einer großen Zahl bedeutender Kultur- und Bildungseinrichtungen“ – diese Botschaft verbindet der Verein zur Förderung von Architektur und Stätebau e.V. mit dem vorläufigen Standort. Der Entwurf für den Pavillon stammt von dem Kölner Architekten Gernot Schulz. Eine Reihe von Sponsoren haben den Bau unterstützt, allen voran die Wohnungsgesellschaft GAG, die mehrheitlich der Stadt gehört.
Der Eröffnung folgte sogleich die erste Fachveranstaltung. Die Architekten von fünf Kölner Schulgebäude, die das Land Nordrhein-Westfalen im Sommer mit dem Schulbaupreis 2008 ausgezeichnet hat, stellten ihre Entwürfe vor. Bis zum 7. November werden in dem Würfel 19 Beispiele anspruchsvoller Schularchitektur in Filmen vorgestellt. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr. (adm)
Kölner Stadt-Anzeiger – Nr. 243 – Freitag, 17.Oktober 2008
Wettbewerb Einkaufszentrum Moerser Straße, Kamp-Lintfort
Leitgedanke: Raumbildung, Maßstäblichkeit und Identifikation. Neben der verfestigten Zentrumsverlagerung in den Nordwesten der Stadt sind die fehlende Raumbildung, die rudimentären Blockstrukturen und der Maßstabssprung der drei „Weißen Riesen“ gegenüber den sich anschließenden Siedlungsbereichen die Hauptfaktoren der negativen Wahrnehmung des südwestlichen Stadteingangs am Alten Rathaus. Die ausgelobte Aufgabe der Fassadengestaltung eines neuen Einkaufzentrums an diesem Ort hat daher als wichtigste Aufgabe eine städtebauliche Dimension. Die Ziele des vorliegenden Entwurfs sind daher:- die Parzellenbreite und geschlossene Bebauungsform der Nachbarschaft aufzunehmen, so dass das selbstverständliche Bild einer Gebäudereihung entsteht.
- Einen räumlichen Abschluss der Moerser Strasse am ehem. Verkehrspavillon zu definieren und einen kleinen angemessenen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.
- Das neue Einkaufzentrum erhält zum neuen Platz eine plastisch ausgearbeitete raumbildende Fassade und steht mit dem neuen Platz im Dialog.
- Der neue Dialog zwischen Handelshaus und Platz manifestiert sich in der vorgeschlagenen Namensgebung: Lintforter Platz und LintfortCenter. Die Namensgebung zeugt auch von einem nach erfolgtem Stadtumbau und Gestaltung des öffentlichen Raums neuen Stellenwert dieses Teils der Stadt neben der herausragenden Bedeutung des Klosters Kamp. Mit Realisierung des 2. Bauabschnitts entsteht das Lintforter Quartier mit großem Identifikationspotenzial für Bürger, Bewohner und Nutzer.
Gymnasium Bürgerwiese Dresden
Mit einer einzigen „umarmenden“ Geste entsteht ein Schulensemble aus bestehender Grundschule und neuem Gymnasium, welches einen großen geschützten Hofraum nach Süden bildet. Zu diesem Raum sind alle Klassenräume und schulöffentlichen Funktionen des Neubaus ausgerichtet und somit vor der erheblichen Lärm- und Staubimmission der Park- und der Gellertstraße geschützt.
Die im Zusammenspiel einer integralen Gesamtplanung aus Architekten und Fachplanern entwickelte leicht zick-zack-förmige Figur des Baukörpers vereint viele Vorteile:
- Bewahrung und Stärkung des schützenswerten Baumbestands, somit Fortsetzung des historischen Landschaftsgartens auch südlich der Parkstraße.
- Abschirmung zur lärmbelasteten Parkstraße
- Große Kompaktheit des Baukörpers durch durchgehende Zweibündigkeit ohne Monotonie der Flurflächen
- Keine gegenseitige Einsehbarkeit zwischen Schulneubau und Punkthochhäusern im Südosten
- Unter Berücksichtigung der Vorgaben (Immissionen, vorhandene Medien, Grundwasserstand und Baugrund) angestrebte Einfachheit und hohe Wirtschaftlichkeit der Konstruktionen
Form, Organisation und Situierung des Neubaus ermöglichen ein wirtschaftlich optimiertes Gebäude mit großem Identifikations- und Motivationsfaktor für Schüler und Lehrer. Das Einbetten des Baukörpers in vorhandenes und neues Landschaftsgrün lassen die Schule zu einer Schule im Park werden. Dem naturwissenschaftlichen und sportlichen Schwerpunkt des neuen Gymnasiums wird somit baulich Ausdruck verliehen.